Immer in meinem Herzen – R.I.P. Doris

Grqwfik mit Text zur Erinnerung meiner verstorbenen Freundin

Ich war gerade mal Mitte 20, als du meinen kleinen Laden in Düsseldorf betratst und dir wunderschöne Nägel von mir machen liest. Aus dieser anfänglich „geschäftlichen“ Beziehung entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Mal waren wir wie Freundinnen, mal warst du für mich die Mutter, die ich so sehr brauchte.

Ich habe sie genossen unsere Freundschaft. Du mochtest meine klaren, deutlichen Ansichten. Meine Werte die ich vertrat, meine Haltung zum Leben. Durch meine direkte Art war es manchmal harter Tobak, aber jeder wusste woran er bei mir war. Du hast es in all den Jahren geschätzt, bis heute.

Meine Hunde waren unsere Augensterne. Ich erinnere mich noch wie damals, als du Chikolina mit den langen Nägeln die halben Weintrauben in das kleine Mäulchen stecktest. Mundgerecht zubereitet. Sie liebte Äpfel und deine Weintrauben. Was hatten wir für einen Spaß.

Sie liebten dich beide, meine Hunde. Und ich dich auch…

Für mich warst du die Mutter, die ich mir immer wünschte. Mit der ich über alles reden konnte ohne Angst, ohne Scham. De Jahre vergingen… dann kam eine lange Pause…

Damals habe ich deinen Wunsch respektiert… du solltest nicht noch mehr leiden unter diesem Mann. Also trennten sich unsere Wege. In meinem Herzen jedoch, warst du nie wirklich weg.

Dann im Oktober letzten Jahres dein erster Anruf nach all der Zeit. Einmal wolltest du noch meine Stimme hören. Was habe ich mich gefreut. Es war als hätte es diese lange Pause nie gegeben. Wir beide sind älter geworden, das war nicht zu übersehen. Aber meine Augen waren immer noch dieselben, als du dieses Foto plötzlich im Internet sahst und sagtest: Die Frau kenne ich 🙂

Immer noch spielte dieser Mann eine Rolle in deinem Leben. Immer noch… ich hab alles versucht dich da raus zu holen und wieder musste ich vor dem letzten Schritt deine Entscheidung respektieren. Wieder diese Angst in dir. Die Angst vor dem AlleineSEIN.

Dann kam was kommen musste. Ich danke deiner Tochter, das sie endlich den entscheidenden Schritt durchsetzte. Noch einmal eine kleine Erholungspause und dann jetzt bei meinem leztzten Besuch im Altersheim deine Worte beim Abschied:

„Behalte mich in guter Erinnerung!“

 

Ja das werde ich
„MAMA Doris“

Ich ahnte das es das letzte Mal sein würde. Und ich behielt recht…

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