Hautnah mit Herpes Zoster

Aquarell Neurozeichnung

 

Der komplette Juni war geprägt durch unmenschliche Schmerzen durch diese nagenden Herpes Zoster Viren (Gürtelrose). Dieser Zustand raubte mir phasenweise fast den Verstand. Ich bin wirklich Schmerz erprobt und sage lange nichts. Mehr als einmal lag ich weinend im Bett und betete zum „lieben Gott“. Immer wieder stellte ich eine Frage:

 

Wozu brauche ich den Schmerz

&

was sagt er mir?

 

Natürlich bekam ich Antworten. Antworten die ich innerlich längst kannte. Also nichts neues. Seit Jahren, oder besser Jahrzehnten überfordere ich mich immer wieder. Nichts tun, einfach mal nur herum sitzen und die Welt betrachten, gelingt mir nur am Meer. Immer bin ich geneigt entweder meine kreative Seite auszuleben, meinen nie gesättigten Verstand zu befriedigen, oder ich fordere mich körperlich. Mein Innenleben steht ständig unter Beobachtung und meinem lautlos, anwesenden Beobachter entgeht fast nichts. Unter sehr großem Stress übersieht er vielleicht mal hier und da für Sekunden etwas, aber wehe wenn es wieder ruhig ist. Mein schlauer Analysierer erklärt mir detailliert die Zusammenhänge. Trotzdem sitze ich ratlos da. Es muss doch scheinbar noch etwas geben, was ich übersehe.

Genervt von diesen unsagbar brennenden Schmerzen im Brust- und Schulterblattbereich schrieb ich meine Frage auf ein Blatt Papier. Dann holte ich tief Luft und krakelte mit einem Wusch etwas auf das Papier und fing an diese zu bearbeiten, mit Linienzu erweitern und anschließend zu Kolorieren.

Seitdem das Bild fertig ist, sitze ich davor und frage mich, was ich da sehe. Ich bin gespannt wie ihr es interpretiert.

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